Hei Ihr ♥
Leute, ganz ehrlich. „Das Zeichen des Sturms“ war das Buch, für welches ich, seit der Gründung meines Bookstagramaccounts (welche diesen Monat genau ein Jahr her ist woop woop), am längsten gebraucht habe 0.0
Ich glaube, ich saß drei Monate an dem Buch, was aber gar nicht daran lag, dass es schlecht war oder so … ich glaube, ich wollte einfach nicht, dass es endet.
Aber meine komplette Meinung zu dem Buch könnt ihr jetzt unten in der Rezension erfahren.
Kurzzusammenfassung:
Die Magislande stehen vor dem Krieg, während vier Menschen gegen ihre Bestimmung ankämpfen: Der ungestüme Kapitän Merik wird für tot erklärt, als sein Schiff zerstört wird. Doch Merik hat überlebt und wird sich mithilfe seiner Windmagie rächen. Gleichzeitig stellt der Blutmagis Aeduan die flüchtige Iseult, die ihm einen Pakt anbietet: Wenn es Aeduan gelingt, Iseults verschwundene Freundin Safi zu finden, erhält der Blutmagis das Vermögen zurück, das ihm gestohlen wurde. Doch Safi kämpft in einem Land voller Seeräuber um ihr Leben. Werden ihre Gefährten sie rechtzeitig finden – oder muss ihre Wahrmagie sie retten?
Meine Meinung:
Das Cover:
Okay, das ist eine Sache, die mich jedes Mal nervt, wenn ich auf das Cover schaue: Es passt nicht zu meiner Ausgabe des ersten Teils – und zwar gar nicht.
Diese grau-braun-goldenen Farben des zweiten Bandes stehen in einem krassen Kontrast zu dem prävalenten weißen Cover mit schwarzen Farbakzenten des ersten Bandes.
Ich weiß, dass das Cover der Softcoverausgabe des ersten Bandes den gleichen Stil wie der zweite Band hat, aber da ich den ersten Teil schon als Hardcover hatte und dann die Nachricht kam, dass die nächsten Teile nur als Softcover rauskommen, nervt mich das schon, da ich nicht einmal die Wahl hatte. Egal jetzt haha.
So oder so gefällt mir der Stil des Covers nicht wirklich. Es zeigt zwar, was der Titel verspricht (das Zeichen des Sturms), aber es wird auch nicht erklärt, ob dieses Zeichen das Magismal ist, dass alle Sturmmagis tragen müssen, oder ein anderes Zeichen der Sturmmagi.
Alles in allem ist es ein ´okayes´ Cover, was ich aber nicht so toll finde wie das meines ersten Teils.
Der Erzählstil:
Der Erzählstil war ähnlich wie im ersten Band und so habe ich schon bei der Zusammenfassung Gänsehaut bekommen, weil sie erstens so lebendig geschrieben war und zweitens alle meine Gefühle vom ersten Band wieder hochkatapultiert hat.
Im Buch wechseln die Erzählperspektiven zwischen Safi, Iseult, Merik, Aeduan und Vivia ab, wobei ich sagen muss, dass ich Iseults Perspektive sofort vermisst habe, wenn sie beendet war, da Safis Geschichte, zumindest bis sie den charmanten Schwindler wiedertrifft, im Vergleich zu Iseults nicht soo spannend war.
Dennard hat nichtsdestotrotz die Fähigkeit, jedem ihrer Charaktere Leben und Individualität einzuhauchen und braucht nur wenige Sätze, um jedem Leser klarzumachen, wer hier welche Gefühle für wen hat und wie deren Beziehung aussieht.
Letztendlich verleiht die Autorin der Handlung durch ihren lebendigen, mitreißenden und charmanten Schreibstil stetig Spannung und es gibt keine Passagen, wo man sich zu Tode langweilen müsste, wobei mich der erste Band dennoch mehr mitgezogen hat, aber das ist Jammern auf hohem Niveau.
Die Handlung:
Was ich gut fand, war die oben bereits erwähnte Zusammenfassung am Anfang des Buches. Dadurch, dass ich den ersten Teil schon vor einiger Zeit beendet habe, war ich wirklich nicht mehr so im Geschehen drin, aber durch die teils detaillierte, teils grob erzählte Zusammenfassung konnte ich mich wieder an alles erinnern und es fühlte sich an, als ob ich das Buch erst vor einigen Tagen beendet hätte.
Dieses Phänomen hat sich auch durch das ganze Buch gezogen und obwohl ich das Buch über so einen langen Zeitraum gelesen habe, war die Handlung doch stets in meinem Kopf drin.
Die Spannung war zwar über das ganze Buch da, jedoch hat es mich nicht ganz so gefesselt wie der erste Teil.
Insgesamt fühlte sich der Band ein bisschen wie ein Zwischenband an, da zwar viel passiert, aber am Ende doch nicht viel passiert ist, wenn ihr wisst, was ich meine.
Es gibt ein paar neue Charaktere, neue oder veränderte Beziehungen zwischen den Charakteren und ein paar Enthüllungen, aber das Ende fühlte sich so an, als würden wir immer noch auf die Fortsetzung des ersten Bands warten.
Dazu, okay, das hört sich jetzt blöd an, hat mir die Liebe gefehlt. Es waren kleine Funken hier und da, aber da in dem zweiten Band absolut keiner meiner Ships zusammen Zeit verbracht hat, blieb es dann auch nur bei bedeutungslosen Funken. Und ich fand, dass das Knistern zwischen den Charakteren dem ersten Band zu mehr Spannung verholfen hat, was im zweiten Band dann doch gefehlt hat, aber dazu gleich mehr.
Die Charaktere:
Im zweiten Teil treffen wir dieselben Charaktere aus dem ersten Teil und sogar den charmanten Schwindler wieder, der ganz am Anfang des ersten Teils erwähnt wurde und der ja sozusagen für alles, was geschehen ist, mitverantwortlich war, was ich ziemlich nett fand.
Es war natürlich interessant, mehr über die Charaktere an sich, deren Magi und deren eigene Geschichte zu erfahren, jedoch fand ich es wirklich schade, dass die Wege von Safi, Iseult, Merik und Aeduan eigentlich bis Ende des Buches (und noch darüber hinaus) getrennt blieben.
Iseult und Aeduan treffen sich zwar und sind auf der Suche auf Safi, jedoch hätte ich so gerne auch Szenen zwischen Iseult und Safi und Safi und Merik gesehen, da diese, meiner Meinung nach, im ersten Teil zu den besten Szenen gehörten.
Dadurch, dass diese Szenen fehlen, konnten sich die Beziehungen zwischen diesen Charakteren auch gar nicht wirklich weiterentwickeln.
Wir sehen zwar die Entwicklungen der Beziehungen zwischen Merik, Cam und Vivia und auch zwischen Iseult und der Webermagis, aber wo bleibt meine Liebe?
Wo bleiben die vor Spannung geladenen Momente zwischen Merik und Safi oder die beste Freundschaft von Iseult und Safi, von der ich immer noch hoffe, dass es nicht nur Freundschaft, sondern noch mehr ist?
Da hat mir wirklich etwas gefehlt leider ☹
Fazit:
Leider, leider muss ich dem Buch „Das Zeichen des Sturms“ nur 3,5 Tulpen geben, was aber nicht heißt, dass das Buch schlecht ist. Ich habe nur einfach mehr erwartet und wurde daher etwas enttäuscht. Jetzt hoffe ich einfach mal, dass der dritte Teil mehr in petto hat und wir wieder mehr Handlungsstränge mit allen fünf Hauptcharakteren sehen.

Infos zum Buch:
Titel: Das Zeichen des Sturms
Autorin: Susan Dennard
Übersetzerinnen: Vanessa Lamatsch
Erschienen: 17. Januar 2018 bei Penhaligon
ISBN: 9783764531898