Naturverbundene Magie, eine queere Lovestory und eine Erzählung im Bridgerton-Style?  

Überzeugt? Wenn nicht, lest unbedingt den Rest meiner Rezension 🤭

Hei ihr Lieben 💛

Auf „The Honey Witch“ bin ich, wie mittlerweile viele Bücher, durch Instagram gestoßen. Diesmal aber tatsächlich durch die Posts der Autorin selbst. Dort hat sie die Prämisse des Buches kurz umrissen und schon das hörte sich richtig vielversprechend und mitreißend an. Daher war es klar, dass ich das Buch sofort nach ET kaufen musste.

Und ich wurde nicht enttäuscht!

Marigold wird unerwartet zur Honey Witch und damit zur Beschützerin von Innisfree, einem Ort voller Magie und Geheimnisse. Nach dem Tod ihrer Großmutter, der ehemaligen Honey Witch, lebt sie alleine in ihrem magischen Hain und ist für das Wohl ihrer Mitmenschen und der Tiere der Insel, besonders der helfenden Bienen, verantwortlich. Denn wie der Name schon sagt, beschwören Honey Witches ihre Magie aus speziellem Honig. Doch die Magie der Hexen kommt mit einem schweren Fluch: Eine Honey Witch kann nie wahre Liebe erfahren.

Marigold ist das am Anfang relativ egal. Sie hat eh nie viel von der konventionellen Liebe gehalten, die sie aus ihrem Heimartort kennt.

Doch eines Tages kommt ihr Kindheitsfreund mit einer urteilenden Frau, Lottie Burke, auf die Insel. Lottie ist fest überzeugt, dass Magie nicht existiert. Doch während Mari alles gibt, ihr zu beweisen, dass Magie real ist, wird das Leben der Honey Witch durch die neue Bekanntschaft ordentlich auf den Kopf gestellt.

Meine Liebe zu dem Buch begann bereits beim Cover. Der Titel ist selbsterklärend, doch auch die Gestaltung des Covers mit der honiggelben Farbe, den Blumen und Sträuchern und dem cozy Vibe passt einfach perfekt zu der Handlung des Buches und ist eine tolle Bereicherung für jedes Bücherregal.

Wie der Titel schon sagt, geht es um das Leben der Honey Witch, hauptsächlich um Marigold. Sie wusste am Anfang des Buches zwar noch nicht, dass sie als neue Honey Witch auserkoren ist, jedoch hat sie sich schon immer anders als alle Frauen in ihrem Alter gefühlt. Sie wollte nichts von Verlieben und dem traditionellen Leben als Hausfrau hören. Stattdessen will sie frei sein, ihre Tage mit der Natur verbringen und Mondbaden gehen.

Als ihre verschollene Großmutter sie besucht und ihr erzählt, sie solle das Erbe ihrer Großmutter als Honey Witch antreten, ist sie sofort dabei.

Die Handlung umfasst ab dem Moment kurz vor Verkünden dieser Nachricht einen längeren Zeitraum, was ich persönlich schön fand. Man bekommt hautnah das bisherige Leben von Mari mit, ihre Einstellung und das Bedürfnis nach Freiheit, ihren Umzug nach Innisfree und das Treffen und Zusammenziehen von Lottie und August.

Der Schreibstil verbindet die allmähliche Entwicklung von Marigold zur Honey Witch und die Ereignisse in Innisfree mitsamt des Slow Burns zwischen Mari und Lottie auf eine magische und cozy Weise. Das Buch ist selbst, als würde man gemächlich einen Löffel Honig ablecken. Sehr süß, wohltuend, aber manchmal auch sehr intensiv.

Auch wenn es hauptsächlich eine cozy Romance ist, beinhaltet das Buch auch sehr viele spannende Momente und Handlungsstränge und lässt einen stets mitfiebern. Die Fantasyaspekte sind gut eingewoben.

Das Ende hinterlässt die Leser*innen mit einem sehr wohligen Gefühl und schließt die Geschichte befriedigend ab, aber da will ich nicht zu viel verraten.

Neben der spannenden Geschichte mit den mysteriösen Aspekten, sind auch die Charaktere stark ausgearbeitet. Man hat das Gefühl, dass es keine Nebencharaktere gibt, da alle Figuren so lebendig, divers und facettenreich wirken.

Die Geschichte selbst fokussiert sich auf Marigold, die neue Honey Witch, jedoch stehen auch August und Lottie im Vordergrund, da sie Maris Leben auf der einsamen Insel erheitern und sich da ja vielleicht auch ein Slow Burn entwickelt … das habt ihr aber nicht von mir gehört 🤭

Die anderen Charaktere wie Marigolds Familie treten jedoch dennoch nicht in den Hintergrund, da sie durch Briefe und Gedanken aktiv in Erinnerung geholt werden.

Was ich auch schön fand, war, dass es in der Welt einfach normal war, dass jeder Mensch akzeptiert wurde, egal welche Sexualität dieser Mensch hatte. Leider ist das in der heutigen Zeit immer noch nicht ganz angekommen, weswegen es aber gut tat, von einer Welt zu lesen, in der das einfach akzeptiert wird.

Was soll ich sagen? Das Buch ist ein toller, cozy Read mit einer mitreißenden Liebesgeschichte, lebendigen Charakteren und spannenden Momenten. Dazu ein wirklich zauberhaftes und innovatives Magiesystem und ein wunderschönes Ende?

Ich kann ja gar nichts anderes machen, als dem Buch 4,5 Sterne zu geben und eine große Empfehlung an alle auszusprechen 😍