Hei Ihr ♥

Was soll ich sagen? Ich bin begeistert!

Nachdem ich vor ein paar Tagen die drei Teile der „Legend“-Reihe für nur 15 Euro bei Thalia bekommen habe, habe ich den ersten Teil „Legend – Fallender Himmel“ auch gleich am 6. Juni angefangen. Ich bin normalerweise ein schneller Leser aber auch nur bei Büchern, die mich fesseln. Bei den anderen prokrastiniere ich vor mich hin.

Aber der erste Teil der Dystopie hat mich nicht mehr losgelassen. Also kommt jetzt auch schon meine Rezension.

Kurze Inhaltszusammenfassung:

„Ich werde dich finden. Ich werde die Straßen von Los Angeles nach dir durchkämmen. Jede Straße der Republik, wenn es sein muss. Ich werde dich in die Irre führen und überlisten, ich werde lügen, betrügen und stehlen, um dich zu finden, dich aus deinem Versteck zu locken und dich jagen, bis es keinen Ort mehr gibt, an den du fliehen kannst. Das verspreche ich dir: Dein Leben gehört mir.“

Ein Leben der Unterdrückung. Rachegefühle, die durch falsche Anschuldigungen genährt werden. Und Hass, dem eine grenzenlose Liebe entgegentritt. Dies ist die Geschichte von Day und June.

Getrennt sind sie erbitterte Gegner, aber zusammen sind sie eine Legende!

Meine Meinung:

Das Cover:

Ist genau mein Geschmack. Der Umschlag ist wie das harte Cover darunter weiß und simpel gehalten und das goldene Republikwappen prangt über dem goldenen Titel.

Ich finde das Cover wirklich hübsch, es ist nicht zu aufdringlich, edel und harmoniert auch schön mit den Covers der anderen zwei Teile (die eh alle perfekt in mein Zimmer gepasst hätten, aber gut ^^).

Der Erzählstil:

Ganz ehrlich, ich war schon von dem Buch überzeugt, als ich die Namen der zwei Übersetzerinnen gesehen habe, die „Legend“ aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt haben. Guess who? Jessika Komina und Sandra Knuffinke. die Übersetzerinnen meiner Lieblingsreihe „Lebe lieber übersinnlich“ und von da an war mir klar: Das Buch wird gut ^^

Deren Erzählstil (und damit natürlich auch der Stil von Marie Lu) ist so charmant, locker und zugleich aber unfassbar fesselnd, sodass ich wie auch bei „Flames´n´Roses“ das Buch nicht aus der Hand legen konnte und nicht aufhören wollte zu lesen!

Ich habe es mir sogar angetan, neben meinem fußballschauenden Freund, der öfter Kommentare über das Spiel losgelassen hat, zu lesen, da mich solche Hintergrundgeräusche zwar ablenken, ich aber erstens keine Möglichkeit hatte, in ein anderes Zimmer zu gehen und zweitens einfach wirklich nicht aufhören konnte zu lesen!

Es ist zu gut – I can´t even ^^

Die Handlung:

Die Geschichte spielt in einer dystopischen Zukunft, in der Amerika (und wahrscheinlich auch der Rest der Welt) von Seuchen und Naturkatastrophen heimgesucht werden.

Mittendrin haben wir Day, der ein Leben als meistgesuchter und hochbegabter Verbrecher führt und June, die eine hochbegabte Studentin ist und als Einzige den „großen Test“ mit der vollen Punktzahl bestanden hat.

Die Geschichte, die mit einer Einführung der beiden Hauptcharaktere beginnt, endet in Aufständen, Ermordungen, falschen Anschuldigungen und Rachegefühlen. Und natürlich einer Liebesgeschichte, die einerseits mitreißend und andererseits auch (zum Glück) realistisch gehalten ist. Von dem ersten Treffen spürt man das Knistern zwischen den Beiden und es entwickelt sich eine fesselnde Liebesgeschichte mit vielen Höhen und Tiefen, Schreckmomenten und überraschenden Enthüllungen.

Es waren zwar nicht besonders viele Cliffhanger oder unerwartete Wendungen vorhanden – was, meiner Meinung nach, auch gar nicht sein muss – aber die Enthüllungen, die es in dem Buch gab, waren eigentlich immer überraschend, unerwartet und oft auch schockierend.

Doch das Schockierendste ist wohl, wie realistisch dieses dystopische Amerika doch ist (vor allem, wenn man sich die Geschichte Amerikas plus die gegenwärtige Situation vor Augen führt). Krieg zwischen dem Norden und dem Süden Amerikas gab es ja schon einmal (und soweit ich es richtig verstanden habe, sind die „Kolonien“ im Buch die Staaten im südlichen Amerika?) und dass die Staatsoberhaupte nicht alles so darstellen wie es ist und vieles verschleiert wird, wenn es dem Staat nicht in den Kram passt, ist auch nichts neues in der Geschichte der Welt, also ja, wenn Amerika in ein paar Jahrzehnten so aussieht – Marie Lu wusste Bescheid.

Leider wird nicht wirklich klar, in welchem Jahr die Geschichte spielt, und welche Staaten/ Länder nun genau die Kolonien sind, aber das ist für die Handlung an sich in dem ersten Teil auch nicht sooo wichtig und vielleicht findet man das als Leser im zweiten Teil heraus.

Die Charaktere:

Sind ebenfalls toll! Day und June sind in vielen Aspekten ähnlich, aber führen doch zwei grundlegend verschiedene Leben, was sich oft in ihren Denkweisen und ihrem Glauben an bestimmte Dinge zeigt. Zudem merkt man, dass sie sehr gut zueinanderpassen und versteht jedes einzelne ihrer Gefühle und kann diese auch sehr gut nachempfinden. Ich habe auf Bookstagram ein paar Bedenken wegen dem Alter gehört, wobei sich das eher auf Thomas und June bezieht, schätze ich. Falls man aber die Beziehung zwischen Day und June zu erwachsen oder seltsam findet, da beide „erst“ 15 Jahre alt sind, so will ich nur eine Sache sagen: Was adäquat für ein gewissen Alter ist oder nicht, hängt von der Zeit, in der wir uns befinden ab. Früher wurden Adelige mit 15 oder 16 verheiratet und heute haben viele in dem Alter noch keinen festen Freund. Es hängt einfach von der Zeit ab. Zudem wird man auch automatisch reifer und erwachsener, wenn man aufwächst wie June oder Day. Mit zehn Jahren auf der Straße leben müssen oder mit 15 Jahren die Jüngste im Abschlussjahrgang seines Colleges sein… das verändert einen und lässt einen erwachsener wirken. Aber gut, zu den anderen Charakteren.

Denn selbst Charaktere, die nur auf wenigen Seiten oder in Rückblicken erwähnt werden, schließt man sofort ins Herz und ich war mehr als einmal schockiert und getroffen, als … diese Personen dann plötzlich starben oder ermordet wurden…

Und dann gibt es diese eine Person. Ich will ja nicht spoilern, aber das hat mich dann doch fertig gemacht. Diese eine Person, die man für einen wirklich netten Menschen hält. Etwas unsicher und schüchtern vielleicht, aber nett und treu… und die letztendlich aber nichts als ein grausamer Mensch ohne Gewissen ist, die hirnlos irgendwelchen Befehlen folgt. Tse.

Well done, Marie Lu, well done! Hätte ich nicht erwartet.

Fazit:

Eine meiner neuen Lieblingsreihen! Beziehungsweise eins meiner neuen Lieblingsbücher… ich will jetzt mal nicht voreilig sein.

Aber diese Geschichte hat mich, seit ich dieses Buch angefangen habe, tagein tagaus begleitet und beschäftigt und ich lag sogar nachts wach und habe darüber nachgedacht, wie das alles jetzt wohl weitergeht. Heißt: Ich schnappe mir jetzt den zweiten Teil und lese gleich drauf los.

Für „Legend – Fallender Himmel“ gibt es also letztendlich fünf von fünf Sterne und ich bin wirklich froh, es mir gekauft zu haben und kann es jedem empfehlen!

(Wobei ich es vielleicht noch ein kleines Stückchen besser gefunden hätte, wenn Day ein Mädchen gewesen wäre und dann beide ein Stückchen älter gewesen wären, aber so ist es auch toll)

5/5 Tulpen für „Legend – fallender Himmel“

Infos zum Buch:

Titel: Legend – fallender Himmel

Autorin: Marie Lu

Übersetzerinnen: Sandra Knuffinke und Jessika Komina

Erschienen: 2012 beim Loewe Verlag

ISBN: 978-3-7855-7394-5