Hei Ihr ♥

Wie geht es euch?

Habt ihr schon die „Juwel“-Reihe von Amy Ewing gelesen?

Nachdem meine Mutter mir vor Jahren den zweiten Teil der Reihe geschenkt hat, ohne dass ich den ersten Teil besaß, habe ich mir vor ein paar Monaten den ersten Teil gekauft und ihn jetzt auch mal gelesen. Doch ich wünschte, ich hätte mir nicht so Zeit dafür gelassen, denn der erste Teil ist ja mal der Wahnsinn! Warum ich das fand, erfahrt ihr jetzt.

Kurzzusammenfassung:

Prunkvolle Schlösser, schöne Kleider, rauschende Feste. Stell dir vor, du wirst aufgrund deiner Begabung für ein solches Schwelgen im Luxus auserwählt. Du darfst im Palast der Herzogin wohnen. Aber was passiert, wenn du ihr trotz deines herausragenden Talents und deiner außergewöhnlichen Schönheit nicht geben kannst, was sie verlangt?

Hinter den glänzenden Fassaden des Juwels lauern Manipulation, Gewalt und Tod.

Meine Meinung:

Das Cover:

Schönes Kleid + hübsche Frau + Glitzer = unwiderstehlich für mich ^^

Wie auch bei Selection, verfalle ich immer wieder diesen Covers und könnte sie den ganzen Tag lang anschwärmen.

Doch das Cover präsentiert uns nicht nur ein wunderschönes Kleid, sondern fängt auch viele Teile der Handlung, Emotionen und Orte ein. So wird durch die Spiegelungen der Frau selbst und den fast durchscheinenden Kanten das Juwel dargestellt, welches uns wie ein Gefängnis erscheinen kann. Die Frau kauert im Zentrum dieses Juwels und scheint eher verloren als glücklich über ihre Situation zu sein.

Weitere Interpretationen würden wahrscheinlich zu Spoilern führen, deshalb lasse ich das jetzt mal ^^ Aber ich finde das Cover nicht nur schön, sondern auch passend zum Buch und daher sehr gelungen.

Der Erzählstil:

Bekommt ein großes, dickes „YAS!“ von mir, denn es hat alles erfüllt, was ich mir bei jedem Buch wünsche. Die Spannung ist ab dem ersten Satz da, es gibt Plot Twists, Drama und interessante Charaktere – und alles ist durch und durch von Liebe und Leben erfüllt durch den Erzählstil von Amy Ewing.

Dieser balanciert geschickt die Nuancen zwischen düster, brutal und romantisch aus, sodass man wahrhaft von dem Buch gefangen ist und total in der Geschichte und den Charakteren versinkt.

Dazu hat alles seinen gerechten Platz in der Geschichte und man denkt sich nirgendwo, dass das doch jetzt unnötig war.

Alles in allem war das Buch wirklich spannend und geschickt geschrieben und ich kann gerade echt nicht viel dazu sagen, weil ich absolut nichts daran auszusetzen hatte. Rein gar nichts!

Das World Building:

Auch wenn „das Juwel“ kein High Fantasy Roman mit einer überaus komplexen Welt ist, wollte ich hier trotzdem ein bisschen auf das World Building eingehen.

Schon im Buchdeckel finden wir eine Karte mit den Beschreibungen der verschiedenen Regionen der „einzigen Stadt“ und was diese Regionen ausmacht, sowie eine kurze Zusammenfassung, wie die „einzige Stadt“ entstand.

Das war für mich schon mal ein kleiner Pluspunkt, da wir von der Autorin an die Hand genommen werden und nicht in die Geschichte reingeschmissen werden, ohne eine Ahnung von nichts zu haben.

Durch das Buch nahm uns die Autorin in vielen kleinen Momenten auch immer wieder an die Hand und erklärte uns, meist durch die Hauptfigur Violet, mehr über die Geschichte der „einzigen Stadt“ und über die Surrogate.

Die Geschichte der Surrogate und der jetzige Stand dieser „Leihmütter“ ist mir bei vielen Stellen schon nahe gegangen. Ich habe schon in vielen Rezensionen oder Meinungen zum Buch gelesen, dass sie das Buch schon an manchen Stellen krass fanden von der Thematik oder es ihnen aufgrund der Thematik nicht leichtgefallen ist, das Buch weiterzulesen.

Und warum auch immer, aber ich habe das alles verdrängt und dachte „dubdiwuup, das wird wieder ein ganz harmloser YA Roman, mit einer süßen Liebesgeschichte und tollen Kleidern“. Ähm nein!

Dabei wird verständlich erklärt, warum es das ganze System mit den Surrogaten und der Auktion jetzt gibt und welche Fähigkeiten sie genau haben, beziehungsweise warum sie wegen den Fähigkeiten Surrogate sind.

Aber… well … schon am Anfang war ich etwas … hm sagen wir… erschrocken, dass Mädchen schon mit 16 Jahren versteigert werden (oh ja, noch etwas, was brutal ist aber so typical human…) und das Kind ihres Käufers austragen müssen und da war ich noch nicht einmal bei der Stelle, wo ein Mädchen, was gerade einmal 13 ist, auf der Auktion versteigert wird. Mit 13, Leute!

Das System wird dabei mit all seinen Vor- und Nachteilen und der Grausamkeit und der Brutalität dargestellt. So werden Surrogate von den Adelsfamilien meist nur als Objekte gesehen, die das Kind der Käufer austragen sollen, und sie werden wie Spielbälle auf dem Feld der Macht missbraucht. Die Brutalität wird dabei nicht verharmlost und wir werden sowohl passiv als auch aktiv Zeuge davon.

Bei vielen Stellen war ich wirklich atemlos und geschockt, nicht nur weil mich die Stellen an sich so mitgenommen haben, sondern weil es einfach unerwartet ist, solche Grausamkeit und Kaltherzigkeit so oft in einem YA Roman zu sehen ^^

Am Ende des Buches finden wir noch eine kurze Zusammenfassung der Hauptcharaktere und eine Karte mit den wichtigsten Adelshäusern, was ein sehr schöner Abschluss war 😊

Die Handlung:

Schöne Kleider, Drama, unendliche, nervenaufreibende Spannung und dann dieses Ende!

Wenn niemand bald eine Serie aus dem Buch macht, mach ich es, ganz ehrlich! Es würde zwar wahrscheinlich ein bisschen an „Handmaids Tale“ erinnern, aber, aber, diese Kleider!

Die ganze Handlung jetzt zusammenfassen würde sehr wahrscheinlich in Spoilern von meiner Seite enden, deshalb lasse ich das lieber, aber die Inhaltsangabe auf dem Cover (siehe Kurzzusammenfassung) fasst alles eigentlich echt gut zusammen.

Es gibt, wenn ich gerade darüber nachdenke, relativ viele Handlungsstränge, die jedoch wie in ein Meer aus Strängen verwebt werden, sodass es einem vorkommt wie ein Handlungsstrang, da man so einfach und leicht durch die Geschichte kommt!

Dazu gibt es viele Plottwists oder einfach kleine Wendungen, die mich aber alle aus dem Hocker gehauen haben, da ich sie aber mal absolut nicht erwartet habe.

Und dann dieses Ende. Ich … ich konnte danach wirklich nicht mehr und musste mich erst einmal bei meiner Mutter aufregen, da mich das noch fünf Stunden nach Beenden des Buches so fertig gemacht hat. Und nicht weil es schlecht ist, keine Sorge ^^

Amy Ewing hat es, was eigentlich fast selbstverständlich sein sollte (?), geschafft, dass alle Handlungsstränge am Ende ihren Höhepunkt finden, sodass man richtig aufgeregt ist, was als nächstes passiert und dann… gibt es einfach supergroße Cliffhänger. Und ja, nicht nur einen Cliffhänger, sondern mehrere 0.0

Die Charaktere:

Die Charaktere waren, meiner Meinung nach, neben dem Ende, das Beste an dem Buch. Es gab genau die richtige Anzahl von Charakteren und die Anzahl war zudem auch gut ausbalanciert. Es waren nicht so viele, dass man die Übersicht verliert, aber auch nicht zu wenige, sodass Abwechslung reinkommt. Alle Charaktere, egal ob Neben- oder Hauptcharaktere waren authentisch geschrieben und man hatte von jedem Einzelnen eine lebendige Vorstellung.

Die Beziehungen zwischen den Charakteren waren genauso lebendig und mitreißend geschrieben und es kam einem alles so real vor omg 0.0 ich war am Ende so geschockt, weil ich nie erwartet hätte, in welche Richtung das jetzt geht und habe danach, wie gesagt, erst einmal ein bisschen Zeit zum Sammeln gebraucht ^^

Die einzige Sache, die ich gerne gesehen hätte, wäre ein mini Anbandeln zwischen Violet und Raven… Aber die Freundschaft ist ebenfalls so toll! Ich konnte mich total in Violet reinversetzen und habe mit ihr mitgefiebert, wann sie Raven wiedersieht und habe mich immer gefreut, wenn Lebenszeichen von ihr zurückkamen!

Und dann ist da Ash…

Ash …

Ash Lockwood. Meine Güte, das klingt doch schon wie der perfekte Book Boyfriend, findet ihr nicht auch? 😊

Dieser Typ ist so süß und charmant und heiß! Ich meine … oh mein Gott *-*

Alleine wegen ihm müsst ihr das Buch lesen haha.

So war ich zumindest immer, wenn Ash Lockwood auch nur beim Namen genannt wurde oder eine minimale Kleinigkeit macht:

Also ja… soviel dazu… Noch Fragen zu den Charakteren außer WIE toll sie alle sind? 😊

Fazit:

Meine Güte, ich liebe dieses Buch! Es ist schon eine Weile her, seit ich „Das Juwel“ beendet habe und ich kann euch sagen, dass ich immer noch nicht über das Ende hinweg bin ^^

Ich werde dem Buch 4,5 Ahornblätter geben und empfehle dieses Buch jedem weiter, der es noch nicht gelesen hat! Und die, die es gelesen haben: Was ist so eure Meinung zu Ash? 😊

Und wie fandet ihr das Buch? 😊

Infos zum Buch:

Titel: Das Juwel – die Gabe

Autorin: Amy Ewing

Übersetzerin: Andrea Fischer

Erschienen: 2016 beim Verlag Fischer FJB

ISBN: 978-3-8414-2104-3

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